10 Gründe die Flitterwochen in Tulum, Mexiko zu verbringen

Viel Sonne, eine traumhaft schöne Umgebung und Zweisamkeit. Zugegeben, sicherlich bieten diese drei Attribute einige Ziele für eine Hochzeitsreise. Und gerade weil Mexiko kein typisch deutsches Honeymoon Reiseziel ist, sollte es umso mehr als solches in Betracht gezogen werden. Warum? Ich komme gerade aus Mexiko zurück und gebe euch gute Gründe weshalb ihr darüber nachdenken solltet, Mexiko einer einsamen Insel der Malediven vorzuziehen. Bevor ich jedoch ins Detail gehe solltet ihr wissen: Mexiko ist nicht gleich Mexiko.. alles was ich zu berichten habe, bezieht sich auf die Karibik Küste der Halbinsel Yucatán. Also packt eure besten Bikinis ein, Tulum is calling!

 

Wie lässt sich der kleine Ort Tulum in Mexiko am besten beschreiben? Viel Sonne, aber immer eine leichte, erfrischende Brise. Die Tage kommen einem vor wie Wochen und die Drinks sind besser als in jeder abgefahrenen Cocktail Bar! Mexiko ist für mich wirklich das Paradies auf Erden und gleichzeitig eine perfekte Erhol-Oase, was nach dem ganzen Stress einer Hochzeit perfekte Entspannung bietet.

Tulum ist ein kleiner Ort, etwa 130 km südlich vom nächsten Flughafen Cancún entfernt. Falls ihr übrigens überlegt noch einen Zwischenstopp in Cancún zwischen zu legen: lasst es! Es sei denn ihr möchtet euch auf eurer Hochzeitsreise gegen amerikanische Studenten im Beer Pong antreten. Cancún fliegen einige Airlines an, mit Condor fliegt ihr ab Frankfurt sogar direkt. Dort angekommen geht es dann ca. 1 1/2 Stunden am Meer entlang Richtung Süden. Wir haben einen privaten Transfer direkt über unser Hotel gebucht, für etwa 120$, allerdings bieten den Shuttle auch einige Anbieter direkt in Tulum an. Ich würde beim nächsten Mal den Transfer nach Tulum sicher wieder über das Hotel buchen, den Rückweg dann aber direkt vor Ort. Da erhält man nämlich Angebote schon für ca. 80$.

 

In Tulum angekommen rate ich euch ein Hotel südlich der Ruinen zu nehmen. Nördlich des „Stadtkerns“ und alles was wieder Richtung Playa Del Carmen & Cancún geht hat wieder ein Ballermann-Hotel-Fassungsvermögen von 200 Gästen und trägt nicht unbedingt dem Wunsch nach Zweisamkeit in den Flitterwochen bei.

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Was die Hotel Auswahl betrifft, ich kann euch nur ans Herz legen nach ca. einer Woche das Hotel zu wechseln, es gibt so viele kleine wunderbare Hotels in Tulum. Und es lohnt sich wirklich zu wechseln… vor allem weil man relativ schnell das Hotel in- und auswendig kennt, die meisten haben nämlich nur um die 30 Zimmer (wenn überhaupt). Meine absoluten Favoriten unter den Hotels waren das Viento de Mar, das Ana y José, das Ahau, das Azulik und das Nômade Tulum. Wir selber waren im Viento und im Nômade, die anderen habe ich mir nur angeschaut (aber das hat mich schon überzeugt!). Alle Hotels sind klein und direkt am Strand. Dabei muss ich sagen, ihr müsst euch Tulum so vorstellen: es gibt eine lange Straße, rechts ist Mangroven-Wald (indem Mini Shops und Restaurants sind) und links ist die Küste mit dem Strand und den kleinen Hotels – that’s it!

 

Wir haben die ersten Tage im Viento de Mar verbracht, das Hotel ist ganz in weiß gehalten, das Personal ist extrem nett und zuvorkommend, tolles Frühstück, super saubere Zimmer, mega Strand mit Sunbeds (ok, der Strand ist halt überall extrem super!). Das Viento bietet außerdem meiner Meinung nach das aller beste Preis-Leistungsverhältnis.  Danach sind wir ins Nômade Tulum umgezogen.

 

Das Nômade liegt fast ganz im Süden der kleinen Straße, ist aber trotzdem noch nah an allen Sachen dran. Das 5 Sterne Hotel ist absolut hinreißend – wen ihr einen Fabel für Individualität habt. Die Zimmer sind wahnsinnig schön ausgestattet, alles in leicht orientalisch angehaucht – passt aber unglaublich gut in die Umgebung von Tulum und wirft interessanter Weise viele ästhetische Parallelen zur Maya Kultur auf. Ohne jetzt philosophisch zu werden: es ist wirklich wunderschön!

 

Das Nômade bietet außerdem jeden Morgen kostenlos Yoga an. Der perfekte Start in den Tag: man geht aus dem eigenen kleinen Häuschen am Strand, beginnt mit einer Stunde Yoga am Strand, bekommt sein Super-Food-Frühstück und kann dann auf den unfassbar entspannten und sehr privaten Sunbeds am weißen Strand abhängen. Immer wieder kommt mal ein Mitarbeiter des Nômades vorbei, fragt ob ihr noch etwas trinken möchtet, ihr bestellt ein mexikanisches Bier (das ca. 2,50$ kostet) und lasst die Seele baumeln.

 

Wenn euch nur am Strand hängen zu langweilig ist, kein Problem! Auf der kleinen (und einzigen) Straße in Tulum gibt es einen kleinen Info-Stand (direkt beim Diving Laden), der nette Herr darin kann euch eine Bandbreite an Aktivitäten vorschlagen. Wir haben beispielsweise eine private Tages-Tour gebucht – inkl. Schildkröten Schnorcheln, und meheren Cenoten. Was Schildkröten sind wisst ihr hoffentlich  und Cenoten sind im Grunde genommen Erdlöcher die mit Süßwasser gefüllt (oder wie Wikipedia sagt: dolinenartige Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden sind) in denen man schwimmen, schnorcheln oder tauchen kann. Bei unserer Tour über den kleinen Info-Stand waren nur wir beide mit einem Fahrer und einem Guide auf Achse. Beide waren herzallerliebst und der ganze Trip war sehr entspannt und privat. Insgesamt haben wir ca. 100$ pro Person für einen ganzen Tag bezahlt, inklusive der Schildkröten Bucht Acúmal, 4 Cenoten und einem Mittagessen mitten im Nirgendwo bei der Cousine des Cousins dritten Grades unseres Guides (was übrigens absolut köstlich war). Während sich in den Cenoten an den Haupteingängen Ami-Gruppen mit dicken Bäuchen und knallroten Schwimmwesten in 20er Gruppen durch das kristallklare Wasser strampelten, nahmen wir mir Cesar (so heißt der gute Mann) einen Seiteneingang und schnorchelten tief in die Tropfsteinhöhlen der Cenoten, kamen in leeren Höhlen-Kammern an, in denen tausende Fledermäuse an der Decke hingen, und hatten die ganze Zeit das Gefühl absolut allein an einem vergessenen Ort angekommen zu sein  – fernab von jedem Tourismus.

 

Unabhängig von Schildkröten, toller Tauch Spots und Cenoten bietet Tulum außerdem noch die Ruinen. Mitten am Meer liegen die Jahrtausende alten Überreste der Maya Kultur. Wunderschön – aber leider auch crazy voll! Wir hatten eigentlich gedacht, dass an einem Dienstagmorgen nicht sonderlich viele Leute die Ruinen besuchen würden, vor allem weil in Tulum nicht so viele Menschen generell sind – falsch Gedacht! Hier hat unser Paradies leider wirklich der Massentourismus erreicht. Busse weise wurden die Touristen in kurzen Shorts, Sandalen und Spiegelreflexkameras angeschleppt. Ein einzige Gedränge durch die kleinen Gassen und zahlreiche Blitzlichtgewitter später, waren wir froh als wir wieder draußen waren. Nichtsdestotrotz finde ich sollte man sich die Ruinen angeschaut haben, es wäre einfach zu schade wenn nicht – am besten ihr macht das jedoch ganz am Anfang, denn nach ein paar Tagen in Tulum sind die touristischen Ruinen ein absoluter Kontrast und Kulturschock nach absoluter Ruhe und Entspannung!

 

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Zu guter Letzt – das Abendprogramm! Das es in Tulum die aller besten Drinks, und zwar überall, gibt wisst ihr ja bereits. Aber auch das Essen ist himmlisch. Sehr viel Fisch, überraschend viel Fleisch und ein interessanter Mix aus Tradition und moderner Fusion Küche erwartet euch. Unsere Lieblings Restaurants waren das Casa Banana, Casa Jaguar, Gitano, Hartwood und Ziggy’s Beach.

Übrigens: einen Mietwagen braucht ihr nicht wirklich, wenn ihr keine großen Touren plant, es fahren den ganzen Abend kleine weiße Taxen hin und her und man kommt für 2-5$ (die Preise variieren etwas, je nachdem ob ihr Spanisch sprecht oder nicht) easy von A nach B. Wenn es nicht weit ist könnt ihr auch einfach zu Fuß gehen, Tulum ist absolut sicher!! Zugegebenermaßen am Anfang war ich wirklich skeptisch (ich bin ein extremer Schisser) und habe bei 300 Metern auf ein Taxi bestanden, aber mit der Zeit verliert man in Tulum jegliches Gefühl sich um überhaupt irgendwas Gedanken oder Sorgen machen zu müssen. Und das braucht man auch wirklich nicht! Alternativ zu den Taxen könnt ihr euch ebenfalls in den meisten Hotels ganz einfach kostenlos Fahrräder leihen!

 

Also.. wenn das nicht genug Gründe sind (es waren tatsächlich mehr als 10!) die Flitterwochen noch einmal zu überdenken weiß ich auch nicht. Tulum ist für mich ein absoluter Traum, ein perfekter Strand, eine tolles Stückchen Land mit freundlichen Menschen und ein Ort der jeden kleinen Hippie im Herzen höher schlagen lässt. Fazit: Tulum, I love you and I always will!

 

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